Mitschriften theologische Vorlesungen III

Posted by andrea
19. Juni 2009 - 15:15

UPDATE: Nun alle meine Mitschriften aus dem Sommersemester 2009 hier.

  • Gruber / Grammatik theologischer Rede (Fundamentaltheologie III)

  • Gruber / Zeit und Ewigkeit (Spezialthemen Dogmatik)
  • Boelderl / Heidegger (Metaphysik III)
  • Sauer / Religionskritik 19. und 20. Jahrhundert (Fundmentaltheologie II)

Grammatik theologischer Rede und Metaphysik III ist leider ziemlich unvollständig, ich konnte da nur wenig dort sein, die anderen zwei sind besser, fast vollständig. Aber vielleicht ist es trotzdem jemandem hilfreich. Und: Das bei den Mitschriften aus den vorigen Semestern Gesagte gilt auf hier.

Der erste Freispruch!

Posted by andrea
16. Juni 2009 - 20:55

Dieses Video, welches im ersten Prozess in den Vorfällen am 1. Mai 2009 auf Initiative des Anwalts der Anklagten öffentlich wurde, zeigt ganz deutlich, was da passiert ist: Rabbiate Polizisten gehen auf friedlich wartende Demonstrant_innen mit massivem Gewalteinsatz los. Der erste Freispruch ist die logische Konsequenz und gibt Hoffnung, dass uns in Österreich doch noch Ansätze eines Rechtsstaats geblieben sind.
Weitere Informationen: http://gegenpolizeigewalt.servus.at und http://antifa.servus.at.

Organize!

Posted by andrea
14. Juni 2009 - 18:58

Via http://www.makemymood.com/2009/04/27/people-sayings/ wo es auch noch mehr von der Sorte gibt.

Da gibt es noch viel zu tun in der Linzer Verkehrspolitik ...

Posted by andrea
1. Juni 2009 - 22:19


Bildquelle

Ich will mich mal wieder ausjammern über die Linzer Verkehrspolitik. Ja, manches ist in den letzten Jahren besser geworden, so kann ich z.b. fast überall nun legal mit dem Fahrrad gegen die Einbahn fahren, aber im Alltag fällt mir doch auf, dass da noch viel zu tun ist.

Erfreut lese ich, dass Linz künftig mehr Geld ausgeben will, um den Busverkehr zu beschleuigen. Das wird auch Zeit! Seit ich meinen neuen Job habe, fahre ich regelmässig mit dem Bus Nr. 27 - oder eigentlich nicht regelmässig, denn der Bus hat zwar einen Fahrplan, aber dieser existiert nur auf Papier bzw. im Internet. Da er nur alle 15 Minuten kommt, schaue ich vorher meistens nach, ob nicht endlos lange an der Haltestelle zu stehen - leider stimmt der Fahrplan maximal in 20% der Fälle. Sonst kommt der Bus irgendwann, was mir auch andere Fahrgäst_innen auf meine Nachfrage hin bestätigen. Das alles weiss ich mittlerweile und komme nicht mehr wie zu Beginn zu Terminen zu spät, weil der Bus nicht kommt. Warum so ein grosses Intervall? Warum passiert da nichts, wenn es fast nie klappt mit dem Fahrplan?

Der männliche Blick in der Kunstgeschichte

Posted by andrea
28. Mai 2009 - 11:40

Zugegeben, das Video "Women in Art" von Philip Scott Johnson (via) ist gut gemacht, eindrucksvoll werden 500 Jahre Kunstgeschichte in 2:52 Minuten präsentiert und ineinander verwoben. Ein bisschen Kunstgeschichte-Wissen und der Blick auf die Liste der Kunstwerke verrät aber, dass hier mit modernen Mitteln der männlich-eindimensionale Blick auf Frauen als Objekte der Kunstproduktion reproduziert wird. Frauen als Produzentinnen von Kunst kommen nicht vor. Darum hat sich mein erster positiver Eindruck ins Gegenteil verkehrt: Nein, das ist nicht meine Kunstgeschichte!

Blogbeiträge auf Santa Precaria - April und Mai 2009

Posted by andrea
27. Mai 2009 - 21:29

Ich blogge in letzter Zeit relativ viel auf Santa Precaria, der Schutzheiligen der prekär Beschäftigten. Da es mir nicht sinnvoll erscheint die Beiträge hierher zu kopieren, werde ich künftig in unregelmässigen Abständen einige Highlights daraus verlinken.

Außerdem war im Format ein Artikel über AMS-Praktiken, wo ich das Vergnügen hatte, meine eigene "AMS-Ärger-Geschichte" (die ja nun durch den neuen Job beendet ist) beizutragen. Aber auch darüber habe ich gebloggt ;-)

Ein fahrradfahrender Baum

Posted by andrea
24. Mai 2009 - 18:43

Passend zum schönen, radfahrer_innenfreundlichen Wetter habe ich in der Bicycle Soup Gruppe dieses Bild von LiveGreenToronto entdeckt.

Twitter-Rekordversuch von evangelisch.de

Posted by andrea
18. Mai 2009 - 23:49

Einen ziemlich coolen Rekordversuch wagt das neue deutsche Portal evangelisch.de: Sie wollen es schaffen, dass im Rahmen des diesjährigen evangelischen Kirchentags im Bremen von 20.5. bis 31.05.2009, 24 Uhr die gesamte Bibel in den Worten der Twitter-Nutzer_innen zusammengefasst wird.
Informationen und Anmeldung finden sich unter http://rekordversuch.evangelisch.de/

Und einen Werbespot gibt es auch:

Ich bin schon eine Weile angemeldet und gespannt, welche Bibelstelle ich bekommen werde.

Web 2.0 und politischer Aktivismus: Ein persönlicher Erfahrungsbericht mit ein bisschen Abstand zum 1. Mai

Posted by andrea
17. Mai 2009 - 12:23

Es ist wieder etwas ruhiger geworden in meinem Aktivistinnen-Leben und darum wird es Zeit, die Zeit nach dem 1.Mai in Linz zu reflektieren. Nachdem ich die Vorfälle auf der Linzer Blumau mitbekommen habe, habe ich getan und getan und getan - jetzt möchte ich mal innehalten und meine Erfahrungen ein gutes Stück abstrakter reflektieren. Ich tue das chronologisch.

Als ein Nachbar mir am 1. Mai mittag gesagt hat, dass auf der Blumau (ich wohne gleich ums Eck) irgendetwas los ist und ich fast zeitgleich in Facebook auch etwas von Gewalt lesen musste, war ich zuerst einfach ziemlich verwirrt. Ich kenne die alternativen 1. Mai Demonstrationen. Die sind meistens ganz typische "Latschdemos", die manchmal von Aktivist_innen mit etwas Kreativität aufgepeppt werden. Meine erste Phantasie war, dass wütende Nazis, denen die NVP-Demonstration am 1. Mai verboten worden war, über die Linken hergefallen sind und es darum zu einer Gewalteskalation gekommen ist. Dass die Polizei auf die antifaschistischen Demonstrat_innen losgegangen ist, konnte ich mir eigentlich aufgrund des Charakters der Demonstration in den letzten Jahren einfach nicht wirklich vorstellen.

Ich habe meine Verwirrung und Infos getwittert und bin los auf die Blumau nachschauen. Dort fand ich nur noch Demomüll. Dann habe ich angefangen zu recherchieren, sehr hilfreich dafür waren mir meine Facebook-Kontakte. In den Mainstream-Medien fand sich zeitgleich eine offenbar überall abgeschriebene APA-Meldung, die von Vermummten berichtete von denen die Gewalt ausgegangen sei. Da ich mir das einfach aufgrund vieler Menschen, die ich kannte, die bei der Demo waren, nicht vorstellen konnte, habe ich weiterrecherchiert und schließlich - mit einem Facebook-Handy-Foto - gebloggt, was ich rausgefunden habe - immer unter dem Motto, dass ich mindestens zwei Quellen hatte für den Bericht (was ich bei den APA-Meldung abschreibenden Journalist_innen nicht vermute, sorry, aber das ist wirklich ein Muster-Beispiel von schlechtem Journalismus, was am 1. Mai nachmittag passiert ist). Meinen Blog-Eintrag habe ich dann im Laufe des Freitag immer wieder upgedatet, Highlight war wohl das recht rasch verfügbare ORF-Video, dass so deutlich zeigt von wem die Gewalt ausgeht. Dieses Video wurde dann auch schnell auch in der ungeschnittenen Fassung auf YouTube gestellt. Im Laufe des Nachmittags hat sich dann auch herausgestellt, dass mit dem Vize-Rektor der Kunstuniversität ein "Prominenter" unter dem Gewaltbetroffenen war. Parallel habe ich meine gesammelten Infos getwittert und in Facebook gestellt und diese haben sich ziemlich rasch durch meine Kontakte weiterverbreitet und wurde dann auch Freitag abend und Samstag woanders ins Web gestellt. Hier dazu nochmal allen ein herzliches Danke für das Info-Verbreiten!

Am 1. Mai am Abend habe ich dann von Dr.in Edith Friedl (die ich als engagierte Frau schon lange kenne) ein Email erhalten mit ihrem Augenzeuginnen-Bericht der Vorfälle. Ich habe nachgefragt, ob ich es veröffentlichen darf und dass dann am 2. Mai in der Früh gemeinsam mit anonymisierten Fotos der Demonstration auch getan. Ediths Fotos machten nocheinmal deutlich, was da Sache war: Friedliche Demonstrant_innen, darunter viele Jugendliche, und massive Gewalt seitens der Polizei. Wieder waren Twitter und Facebook, aber auch die von mir vorgenommene Verlinkung der offenen Plattform indymedia hilfreich diese authentischen Informationen auch zu verbreiten. Danke allen, die Blogbeiträge von mir verlinkt haben! Im "Stress" bin ich da gar nicht dazu gekommen mich da überall zu melden und mich persönlich zu bedanken.

Am Wochenende hat sich in Linz dann das Bündnis gegen Polizeigewalt formiert (wofür das Internet meiner Meinung nach auch äußerst hilfreich war, dass das so schnell ging und so gross geworden ist) und am Montag wurde von engagierten Aktivist_innen beschlossen, dass am 8. Mai, eine Woche nach der verhinderten Demonstration am 1. Mai eine Demo für Demonstrationsfreiheit und gegen Polizeigewalt stattfindet. Darüber habe ich in meinem Blog und in den sozialen Netzwerken informiert und am 8. Mai am Abend auch berichtet, was am Tag in Linz los war. Allerdings habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr die Ressourcen gehabt, immer zeitnahe zu berichten, darum ging es dabei dann auch nicht mehr, sondern ich habe einfach auf die entsprechenden entstandenen Webseiten verlinkt und mich einfach direkt aktiv im Rahmen meiner Möglichkeiten in die politische Arbeit gegen Repression, Polizeigewalt und für Demonstrationsfreiheit eingeklinkt und meine Kontakte in sozialen Netzwerken wieder für die Infoverbreitung genutzt. Das hat auch wieder ganz super geklappt. Danke!

Zudem bin ich ab 1. Mai ziemlich mit den Kommentaren in meinem Blog beschäftigt gewesen. Ich moderiere hier ja sehr offen, aber für Nazi-Kommentare, Holocaust-Leugnung und ähnliches ist in meinem Blog definitiv kein Platz, weil ich einer Ideologie, die für Menschenverachtung und gegen alles, was an demokratischer freier Meinungsäußerung steht, keine Öffentlichkeit geben möchte, dort wo ich Einfluss habe (abgesehen von den juristischen Fragen, die sich damit verbinden würden). Darum habe ich die Kommentare regelmässiger als sonst kontrolliert und meine Haltung dazu auch klar gestellt. Damit sind Nazi-Kommentare weniger geworden. Allerdings habe ich am 2. Mai ein Nazi-Email mit folgendem Inhalt erhalten "Leute wie du werden die ersten sein die umfallen und fürs Vaterland ihr Leben lassen wenns ernst wird in dieser Republik" (Beistrichfehler nicht von mir) - seitdem stelle ich meine Emailadresse nicht mehr so einfach ins Blog rein. Nachdem ich das ziemlich schockiert getwittert hatte, war ich echt froh über die tröstlichen und ermutigenden Reaktionen und gemeinsamen Überlegungen, wie damit umgehen. Ich habe mich mittlerweile entschlossen, dass nicht weiterzufolgen, weil ich nur beschränkte Zeit und Energie habe - und diese dann lieber doch in politische Arbeit investiere, die an den Strukturen rüttelt, die hinten solchen Reaktionen stecken.

Mein Resümee:

Ich habe die Sinnhaftigkeit sozialer Netzwerke wie Twitter, Facebook und Soup im Zuge dieser Geschichte neu entdeckt. Bisher habe ich das gemacht, weil es mir einerseits einfach Spass macht und ich andererseits diese Netzwerke nutzen kann, um Inhalte, die mir wichtig sind zu verbreiten, selbst einfach und schnell Informationen bekommen kann und mit spannenden Menschen darüber ins Gespräch kommen kann. In Bezug auf die Geschwindigkeit der Informationsverbreitung war Twitter einfach unschlagbar und ziemlich hilfreich - auch in dem Sinne, dass es vielleicht gemeinsam etwas bewirkt hat, dass sich die Berichterstattung in den Mainstreammedien sukzessive verbessert hat, vor allem auch deswegen, weil hier auch soviel aussagekräftiges Video- und Fotomaterial vorhanden war, dass verbreitet werden musste. Facebook war eine wichtige Informationsaustauschplattform.

Funktioniert hat das bei mir jetzt so gut aus mehreren Gründen:

  • Der richtige Zeitpunkt (theologisch gesprochen der "Kairos"): Wäre ich am 1. Mai nachmittags oder am 2. Mai gerade nicht da gewesen, hätte ich arbeiten müssen oder so, hätte ich das, was ich getan habe, ganz praktisch nicht machen können. Es war ein gutes Stück "glücklicher" Zufall, vielleicht gepaart mit Sensibilität und Wachsamkeit für Unglaublichkeiten, die sich da wenige Meter von meiner Wohnung entfernt abgespielt haben.
  • Ich habe sowohl auf Facebook wie Twitter relativ viele qualifizierte Kontakte, die im Laufe der Zeit der Nutzung kontinuiertlich entstanden sind. Wäre ich erst am 1. Mai auf die Idee gekommen, mich da anzumelden, hätte das gar nichts gebracht. Ich kenne sehr viele Menschen, mit denen ich virtuell vernetzt bin, persönlich bzw. habe ich sie im Laufe der Zeit so online so gut kennengelernt, dass da auch wirkliche Beziehungen entstanden sind. Das erhöht ganz einfach die Wahrscheinlichkeit, dass Informationen, die ich zur Verfügung stelle, auch verbreitet werden.
  • Ein gutes "altes" Blog als Homebase ist sehr hilfreich, um längere Texte öffentlich zu publizieren bzw. Informationen zu aggregieren. Da nur ich für die Inhalte in meinem Blog verantwortlich bin, kann ich selbst entscheiden, was ich tue und was nicht. Das geht schneller als jeder Entscheidungsprozess in einer Organisation - und da ich ja nicht nur über politische Aktivismus blogge, wirkt es (hoffentlich!) auch glaubwürdig und authentisch, was ich hier schreibe.
  • Ich bin in Linz aktiv in vielen, durchaus auch unterschiedlichen realen Netzwerken, ich kenne viele Menschen - und konnte darum sehr schnell beurteilen, welche Informationen wie zu bewerten sind. Definitiv ein Vorsprung gegenüber klassischen Journalist_innen, die sich oft fernab jeglichem politischen und kulturellem Engagement bewegen (nicht alle!).

Ja, ich mag sie die sozialen Netzwerke im Internet. Es ist nicht nur persönlich interessant, sondern die sozialen Netzwerke können eine positive Rolle spielen beim Eintreten für sachlich richtige Informationen, für Demokratie und Menschenrechte, ganz konkret. Dieses Mögen sozialer Netzwerke im Internet impliziert für mich aber unbedingt auch, nicht nur euphorisch damit umzugehen, sondern genauso, auch im Sinne von Demokratie und Menschenrechten, auch die negativen Seiten zu sehen und da auch aktiv zu werden: mangelder Datenschutz, das Ausliefern der eigenen Daten an kommerzielle Firmen, Verfließen von Privatheit und Öffentlichkeit, neue Ausschlüsse, der Zwang zu noch mehr Beschleunigung - das sind alles Themen, die unbedingt politisch und philosophisch reflektiert werden müssen und wo wir einen guten Umgang damit finden müssen, als Gesellschaft und genauso auch als einzelne Nutzer_innen.

Getroffen hat es einige, gemeint sind wir alle!

Posted by andrea
15. Mai 2009 - 20:52

Die Kriminalisierung von politischen Aktivismus hat nicht nur am 1. Mai in Linz stattgefunden, sondern findet immer wieder statt. Das Motto "Getroffen hat es einige, gemeint sind wir alle!" gilt ganz sicher auch für die Aktivist_innen des Vereins gegen Tierfabriken, denen vorgeworfen wird, Mitglieder einer kriminellen Organisation nach §278a StGB zu sein.

Keine neue Geschichte, aber da die Anschuldigungen trotz Untersuchungen, die zu keinen Beweisen führten, noch immer aufrecht sind, noch immer Thema. Auf YouTube habe ich ein Video entdeckt, das kompakt und gut gemacht darüber informiert, warum der § 278a StGB uns alle in NGOs Aktiven, überhaupt alle, die irgendwas ändern wollen in dieser Welt, betrifft:

Update: Website der Initiative für eine Reform des §278 - schön Web2.0ig.

Ein Freund hat mich dieser Tage an ein altes, wohlbekanntes Gedicht des evangelischen Theologen Martin Niemüller erinnert, dass ich hier zitiere. Mag es auch schon etwas abgedroschen sein, richtig ist es im Kern noch immer (auch wenns nichts gegendert ist):

Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie mich holten,
gab es keinen mehr,
der protestieren konnte.

Satirisches rund um den 1. Mai in Linz

Posted by andrea
9. Mai 2009 - 19:05

Satire ist angesagt, zwischenzeitig, wo wir alle darauf warten, dass sich die politisch Verantwortlichen motivieren für eine Aufklärung der Vorgänge am 1. Mai in Linz zu sorgen bzw. selbst als Verantwortliche zurücktreten. Ich finde jedenfalls, dass es gut ist, auch mal wieder lachen zu können.

Das Lied von Georg Kreisler "Schützen wir die Polizei" ist eine kultig-bissige Satire auf die Polizei. Altbekannt, aber als Motto z.B. für die Linzer ÖVP, die gefordert hat, dass allen UnterstützerInnen des "Bündnis gegen Polizeigewalt" die Subventionen gestrichen werden, ziemlich geeignet (via B.H. auf Facebook).

Wer lieber lesen als hören mag, ist richtig beim Infoladen Wels, die hervorragende Tipps für BesucherInnen der Kulturhauptstadt Linz verfasst haben (Englische Version).

Warum nicht gleich? Bericht und Links vom 8. Mai in Linz

Posted by andrea
8. Mai 2009 - 19:49


Foto: judo10 - weitere schöne Fotos auf Flickr: von judo10 und severinmayr

Heute, am 8.Mai, demonstrierten ca. 1000 Menschen friedlich vom Bernaschekplatz zum Hauptplatz unter dem Motto "Für Demonstrationsfreiheit - gegen Polizeigewalt". Es war eine kreative, friedliche Demo - auch, weil kaum Polizei unmittelbar am Ort des Geschehens war bzw. die anwesenden Beamt_innen sich einfach um die Regelung des Verkehrs gekümmert haben. Eingeladen hatte zur Demo eine Gruppe engagierter Personen. Abschluss der Demonstration war eine Kundgebung am Hauptplatz mit unterschiedlichen Statements von Organisationen, u.a. von MAIZ, KUPF und FIFTITU%.


Foto: a_kep

Schon am Vormittag hat eine Pressekonferenz stattgefunden, in der neben Vertreter_innen des "Bündnisses gegen Polizeigewalt" drei Verhaftete und jetzt mit Anklagen Bedrohte und der Friedensforscher Reiner Steinweg sprachen (O-Ton Pressekonferenz von Radio FRO). Dem Bündnis haben sich mittlerweile 133 Organisationen und mehr als 300 Einzelpersonen angeschlossen, darunter viele Prominente. Es wurden auf der Pressekonferenz Fotos präsentiert auf denen deutlich zu sehen ist, dass die Polizei Pfefferspray am 1.Mai eingesetzt hat. Offenbar dürften sich dabei manche Beamt_innen selbst verletzt haben. Die Betroffenen Günther, Hansi und Rainer berichteten sehr berührend über ihre Erlebnisse (ein Bericht bei der Subversivmesse).

Demonstration am 8. Mai 2009, 16.00 Uhr: Für Demonstrationsfreiheit – gegen Polizeigewalt

Posted by andrea
5. Mai 2009 - 18:25

Gerne kündige ich die Demonstration am 8.Mai an:

64 Jahre nach der Befreiung vom Nazionalsozialismus am 8. Mai 1945, sehen wir uns gezwungen, für das in der Verfassung verankerte Recht auf Demonstrationsfreiheit auf die Straße zu gehen.

75 Jahre nachdem am 1. Mai 1934 in Linz Demonstrationsteilnehmer_innen verhaftet wurden, verwehrt die Polizei am 1. Mai 2009 friedlichen Demonstrant_innen ihr Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit und hindert sie unter massiver Gewaltanwendung und Verhaftungen den traditionellen Alternativen 1. Mai zu begehen.

Euren Prügeln zum Trotz – Wir lassen uns unser Recht nicht streitig machen! Diese Freiheit feiern – Für diese Freiheit kämpfen!

RAUS ZUM 8. MAI!!!

Treffpunkt: 16:00 Uhr Bernaschek - Platz/Rudolfstraße bis zum Hauptplatz

Weitere aktuelle Infos zu politischen und Solidaritäts-Aktionen zum Thema Polizeiübergriffe in Linz gibt es laufend auf http://antifa.servus.at.

Bündnis gegen Polizeigewalt unterstützen!

Posted by andrea
4. Mai 2009 - 21:54

Alle aktuellen Infos zu politischen und Solidaritäts-Aktionen zum Thema Polizeiübergriffe in Linz gibt es laufend auf http://antifa.servus.at.

Das Bündis gegen Polizeigewalt, dass aktuell (24.00 Uhr) von 80 Organisationen unterstützt wird, kann auch von Einzelpersonen unterstützt werden. Einfach als Organisation oder als Privatperson Mail an gegenpolizeigewalt[at]servus.at. Am Dienstag, 5.Mai, findet in Linz eine Pressekonferenz der KPÖ statt, wo das Bündnis präsentiert wird. Weitere Aktivitäten sind geplant.

Der Plattformtext: Bündnis gegen Polizeigewalt

Reaktionen auf die Polizeiübergriffe am 1.Mai

Posted by andrea
2. Mai 2009 - 12:40

Alle aktuellen Infos zu politischen und Solidaritäts-Aktionen zum Thema Polizeiübergriffe in Linz gibt es laufend auf http://antifa.servus.at.

Ich dokumentiere hier mehrere Reaktionen für die gestrigen Vorfälle am 1.Mai (Bericht, Video, Links) in Linz (wird vielleicht upgedatet), die Subversivmesse sammelt derzeit dankenswerterweise die ganzen Reaktionen zusammen und in den Kommentaren findet sich eine weiterer Augenzeugenbericht. Zum Bericht einer Augenzeugin hier im Blog.

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Presseerklärung des Aktionskomitees 1. Mai

Entschiedenen Protest gegen den ungerechtfertigten und unverhältnismäßigen Polizeieinsatz, der zur Verhinderung der seit 1991 traditionellen friedlichen linken Maidemonstration in Linz geführt hat, erhebt das überparteiliche und internationalistische Aktionskomitee 1. Mai. Das Aktionskomitee fordert die sofortige Freilassung der ungerechtfertigt verhafteten Personen und politische Konsequenzen gegen die für diesen Einsatz Verantwortlichen seitens des Innenministeriums.