Mittwoch teilt die Woche

Posted by andrea
4. Februar 2009 - 15:10

Wenn die Woche mit Sonntag beginnt - was sie im christlichen Sinn auch tut, selbst wenn das mittlerweile fast vergessen ist in unserer geschäftigten Welt - dann haben wir heute die Wochenmitte und es wird Zeit, dass ich mich online wieder einmal melde. Ich bin die ganze Woche im Salzkammergut, im Bundesinstitut für Erwachsenenbildung und bin hier auf einem sehr spannenden TZI-Seminar, das eigentlich meine volle Aufmerksamkeit erfordert. Internet ist hier nicht so toll, es gibt kein WLAN und der Computerraum ist nicht gerade inspirierend für längere Aufenthalte. Trotzdem hat mich die Neugierde dorthin bezogen, was denn in der virtuellen Welt so los ist.

Und eine Kurzmeldung aus dem Internet-Off ;-)
Morgen Do. 5.2., 9-10 Uhr gibts es ein Online-Frühstück, wo die Linzer Kunstinitiative Social Impact ihre Arbeit vorstellt. Ich wäre gerne dabei, kann aber nicht alles gleichzeitig tun und werde wohl auf die Doku verwiesen sein. Organisiert wird das Online-Frühstück von PROJEKTkompetenz.eu, der KUPFakademie und kulturmanagement.wordpress.com.

We make Money not Art?* Keramik-Studium in Linz oder Gmunden?

Posted by andrea
1. Februar 2009 - 16:29

In Linz spielt sich derzeit ein Musterbeispiel der Auswirkungen der Kommerzialisierung der Universitäten ab. Die Studienrichtung Keramik der Kunstuniversität Linz soll vom Standort Linz nach Gmunden verlegt werden, weil die Gemeinde Gmunden dafür zahlt, um das eigene Prestige aufzuwerten ("Kompetenzzentrum Keramik"). Auf der Strecke bleiben die Studierenden, die das kulturelle Umfeld der derzeitigen Kulturhauptstadt Linz aufgeben sollen oder pendeln. Sehr kurzfristig haben die Studierenden überhaupt davon erfahren, dass sie ab Wintersemester 2009 im Gmunden weiterstudieren sollen. Dort fehlt eine wissenschaftliche Bibliothek, der Austausch mit anderen Studienrichtungen an der Kunstuniversität würde verunmöglicht. Besonders schwierig wäre das für Studierende mit Kindern und jene Mehrheit der Studierenden, die gezwungen ist, einem Nebenjob nachzugehen. Die Studierende prostieren, sie haben eine eigene Website Bevor(G)mundung eingerichtet, dieses Video bietet einen raschen Überblick über die Situation, auch die Position der Kunstuniversität Linz und des Bürgermeisters vom Gmunden.

Meine Solidarität gilt den Studierenden. Was ist das für ein Kunstbegriff, wenn künstlerische Keramik und Gmundner Keramik in einen Topf geworfen werden? Kunstuniversitäten quo vadis ... Bildung quo vadis ...

Klimawandel und Autofasten

Posted by andrea
30. Januar 2009 - 20:22

"Unsere kleine Welt - Der Klimafilm" heisst ein Kurzfilm von Janine Ilg, Johannes Berner, Josef Buchner und Thomas Kohlbauer, der im Rahmen eines studentischen Projekts an der Hochschule Augsburg im Fachbereich Gestaltung entstanden ist (via Alles was gerecht ist). Mir gefällt der Film sehr gut, weil es gelingt das politische Thema des Klimawandels mit seinen sozialen Implikationen mit dem Alltag einer mitteleuropäischen "Durchschnittsfamilie"zu verbinden - das Problem wird sehr anschaulich. Der Film ist wirklich gut gemacht, ein kleines Paradestück politischer Kunst.
Aber um nicht nur beim Analysieren zu bleiben, nutze ich die Gelegenheit auf das Projekt Autofasten der kirchlichen Umweltbeauftragten in Österreich zu verweisen. Die Fastenzeit von 25. Februar bis Karsamstag 11. April 2009 könnte (durchaus auch für Menschen, die sonst mit Kirche nichts zu tun haben) ein Anlass sein, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken. Eingeladen sind auch alle Nicht-Autobesitzer_innen, was mich besonders freut. Was ich da aber genau bekomme oder tun soll, ist unklar, aber der bestellte Newsletter wird es zeigen. Aber jetzt erst mal der Kurzfilm:

Unsere Kleine Welt - Der Klimafilm from Josef Buchner on Vimeo.

€100 für die Anschaffung eines Fahrrades oder ein Jahresticket für den öffentlichen Verkehr!

Posted by andrea
26. Januar 2009 - 17:55

Der Verkehrclub Österreich VCÖ hat heute eine Initiative für eine Ökoprämie gestartet. Diese kann online unterstützt werden, was ich heute schon getan habe. Ich habe zwar ein gut funktionierendes Fahrrad und brauche darum auch keine Jahreskarte für Linz, aber vernünftiger ist dieser Vorschlag allemal als die Ideen der Förderer_innen der Autoindustrie. Der Text:

Ja zur Ökoprämie. Die Regierung führt eine Prämie für den Kauf neuer Autos ein. Der VCÖ betont, dass damit jene, die wirklich umweltfreundlich mobil sind, benachteiligt werden. Deshalb hat der VCÖ diese Initiative gestartet.
Ich spreche mich für eine Ökoprämie von 100 Euro für den Kauf eines neuen Fahrrades und für Jahreskarten für den Öffentlichen Verkehr aus. Damit wird ein Anreiz für ein umweltfreundliches Mobilitätsverhalten gesetzt.

Die Verschrottungsprämie für alte Autos ist meiner Meinung nach einer der absurdesten Ideen der österreichischen Innenpolitik, sowohl aus einer ökologischen wie auch ökonomischen Perspektive betrachtet. Ökologisch ist wohl klar, dass die Produktion neuer Autos mehr Umweltschäden verursacht als das Weiterfahren mit den alten Fahrzeugen. Ökonomisch und sozial betrachtet liegt nahe, dass Menschen, die sich nur ganz alte Autos leisten können, auch kein Geld für ein funkelnagelneues Auto haben werden. Aus dem heute auch veröffentlichten Sozialbericht des Sozialministerium geht hervor, dass 1% der Haushalte über mehr als ein Viertel des Privatvermögens verfügt. Da liegt der Ansatzpunkt für soziale Umverteilung und nicht bei solch absurden Verschrottungsaktionen.
Unterschreiben!

Laieninitiative für Reformen in der katholischen Kirche Österreichs

Posted by andrea
25. Januar 2009 - 18:50

Die Laieninitiative ist ein neuerlicher Anlauf für Reformen in der katholischen Kirche in Österreich. Im Memorandum, für das UnterstützerInnen gesucht werden, heisst es unter anderem:

Die Laieninitiative appelliert an die österreichischen Bischöfe, im Bereich ihrer Kompetenz selbständig Reformschritte zu setzen und bei der Leitung der Weltkirche in Rom auf Reformen zu drängen, um dem immer drückender werdenden Mangel an geeigneten Priestern und dem damit eintretenden Seelsorgenotstand zu begegnen. Sie hält zu diesem Zweck insbesondere folgende Schritte für notwendig:
1. Die wegen einer Eheschließung aus dem Amt entfernten Priester möglichst bald zu reaktivieren
2. den Pflichtzölibat der Priester abzuschaffen,
3. die Weihe von Frauen zu Diakoninnen zu ermöglichen sowie
4. vorzusehen, dass die Bischöfe geeignete Personen („viri probati“ – besonders Diakone, aber auch andere) durch Weihe und Beauftragung zur Durchführung sakramentaler Handlungen (Leitung der Eucharistiefeier, Spenden der Krankensalbung usw.) ermächtigen.

Die Laieninitiative kooperiert auch mit der Pfarrer-Initiative, die es schon etwas länger gibt.
Ich habe die Laieninitiative unterstützt, auch wenn ich meine, dass diese Forderungen noch lange nicht weitreichend genug sind. Besser als nichts. Letztlich würde es eine radikale Veränderung der Kirche brauchen, um wirklich die "Zeichen der Zeit" wahrzunehmen, strukturelle Reformen sind dabei eine Seite, eine andere ist ein Veränderung von Grundhaltungen, die in einer pluralen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts einfach nicht mehr zeitgemäss sind. Es ist bedenklich, dass "Wir sind Kirche" (die InitiatorInnen des Kirchenvolksbegehrens) 50 Jahre nach der Ankündigung des II.Vatikanischen Konzil dazu aufrufen muss, diesen Kurs nicht zu verlassen. "Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi" heisst es in der Pastoralkonstitution "Gaudium et spes" des Konzils. Ja, genau, darum geht es!

Musikalisierte Wirtschaftskrise

Posted by andrea
25. Januar 2009 - 1:12

Von Johannes Kreidler, über dessen GEMA-Aktion ich berichtet habe, ist wirklich jedes Werk sehenswert, so kann ich nicht widerstehen das neueste hier vorzustellen. In "Charts Music" werden die sinkenden Börsenkurse und die steigenden bundesdeutschen Rüstungsexporte in den Irak vertont. Das Copyright geht diesmal an die Bankmanager.
Aber seht selbst - das Video lohnt unbedingt bis zum Schluss!

Präsentieren: wenn schon, denn schon - richtig

Posted by andrea
22. Januar 2009 - 23:59

Ich bin ja nun wirklich kein Fan von Powerpoint oder sonstiger Präsentationssoftware. Nicht nur, dass manche Präsentationen oft grässlich sind (besonders im universitären Kontext sehr verbreitet, aber das kennt ihr vermutlich ja alle :-), ich stelle immer wieder fest, dass Laptop, Beamer und Powerpoint oft nur dazu dienen, dass sich ein_e Seminarleiter_in vor den Teilnehmer_innen des Seminars "verstecken" kann. Als TZIlerin weiss ich, dass das eine schlechte Voraussetzung für lebendiges und produktives gemeinsames Lernen ist. Insofern ist mir in der Planung von Seminaren die Anfrage, ob es Flipchart und Pinwand gibt fast immer lieber als die Frage nach dem Beamer, ja meistens ist es sogar ein Qualitätskriterium für ein_e Seminarleiter_in. Wenn mal wirklich kurz auf eine Grafik gezeigt werden soll, dann ist das ebenso gut auf einem guten alten Overhead-Projektor möglich wie am Computer - der Vorteil ist nur, dass der Overhead dann wieder im Eck steht und nicht stört, im Unterschied zum Beamer, der oft in Räumen, wo ein solcher nicht fix installiert ist, dann den Mittelpunkt des Teilnehmer_innenkreises bildet, brummt und auch nicht einfach sofort ausgeschaltet werden darf.
Trotzdem: Es gibt sinnvolle Einsatzbereiche für Präsentationssoftware, sei es in der begleitenden Visualisierung von längeren Vorträgen vor größeren Gruppen (dann nennt sich das aber dann auch Vortrag und nicht Seminar oder Workshop) oder zur Einbindung von Filmen und ähnlichem. Via neingeist habe ich eine sehr feine Präsentation von Alexei Kapterev entdeckt, die zeigt wie es geht: Wenn schon, denn schon - richtig.

Update: Da die eingebundene Präsentation meine Seite unnötig langsam macht, habe ich sie wieder rausgenommen. Hier ist sie aber anzusehen.

Ein Beitrag zur Obamania

Posted by andrea
20. Januar 2009 - 22:04

Nachdem ich mir heute wie viele die pathetische Inaugurationsfeier von Barack Obama angeschaut habe, nun hier zwei, wie ich finde, wunderbare Fundstücke zum Thema, eines davon wenigstens nicht pathetisch.




via manok



via yuco

Was braucht ein Kind?

Posted by andrea
19. Januar 2009 - 0:08

Nach der heutigen Wahlberichterstattung über den weiteren Rechtsruck in Hessen und angesichts des bevorstehenden "Superwahljahres" braucht es etwas Erheitung - und dafür passt dieser "Werbespot" sehr gut. Laut Rigardi auf Twitter ist der erste Teil ein Orginal. Das überrascht nicht, denn er hätte ja auch von der Partei "Die Christen" sein können, wie sie bei der letzten NR-Wahl kandidiert haben (sie drohen übrigens schon wieder mit Kandidaturen in Salzburg und Kärnten) mit Propaganda für Müttergehalt statt mehr Geld für Kinderbetreuungseinrichtungen. Viel Spass!

Diplomarbeit zu Internet und Web 2.0 in der Kultur als kostenloser Download

Posted by andrea
15. Januar 2009 - 22:05

Karin Janner, die Betreiberin der Kulturmarketing-Blogs stellt ihre Diplomarbeit zum Thema “Das Internet in der Kommunikationspolitik von Kultureinrichtungen - neue Ideen und Best-Practice-Beispiele” als kostenlosen Download zur Verfügung. Die Arbeit entstand am Institut für Kultur-und Medienmanagement der HfMT Hamburg, Karin Janner hat viele Ideen vorab in ihrem Blog vorgestellt und mit der Community diskutiert. Die Arbeit erscheint unter der CC-Lizenz.
Ich habe in die 68 Seiten plus den umfassenden Anhang, in dem ExpertInneninterviews versammelt sind, schon reingeschnuppert und kann diese als wunderbare, praxisbezogene Zusammenfassung zum Thema sehr empfehlen. State of the Art!
Aber beendet ist die Debatte noch lange nicht ....

"Homosexualität für Dummies" als Videoantwort auf Weihbischhof Laun

Posted by andrea
14. Januar 2009 - 20:40

Weihbischhof Andreas Laun hat es wieder einmal geschafft und ein grusliges Statement zum Thema Homosexualität auf der FundamentalistInnenplattform kath.net abzugeben. Marco Schreuder, Landtagsabgeordneter der Wiener Grünen hat dazu eine nette, wenn auch etwas lange, zweiteilige Videoantwort verfasst, in der er auf den Text des konservativen Weihbischofs für Salzburg, der übrigens sogar ein Buch zum Thema verfasst hat (Homosexualität aus katholischer Sicht, 2001), in kreativer Weise eingeht und ihm die Sache so erklärt, dass es eigentlich jeder vernünftig denkende Mensch verstehen müsste. Marco Schreuder hat recht, wenn er sagt, dass Leute wie Bischhof Laun, die Basis für die Verfolgung und Ermordung von Schwulen und Lesben durch den Nationalsozialismus gelegt haben. Insofern ist das ganze zwar amüsant anzuschauen, aber hat doch einen sehr ernsten Hintergrund.

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Ist Michelle Obama ein Mann?

Posted by andrea
11. Januar 2009 - 14:32

"Ist Michelle Obama ein Mann?" so titelt der Blogeintrag der bekannten feministischen Sprachwissenschaftlerin Luise Pusch. Die deutsche Zeitschrift "Der Spiegel" hat es mit einem Titelblatt mit Barack und Michelle Obama wieder einmals geschafft, die, wie Antje Schrupp in ihrem Blog kommentiert, symbolische männliche Ordnung zu reproduzieren: "Obamas bester Mann" lautet die Überschrift zum baldigen us-amerikanischen Präsidenten und seiner Frau. Luise Pusch schreibt

Uns Frauen wird “männliche Qualität” bescheinigt, wenn wir etwas besonders gut machen - paradoxerweise besonders gern dann, wenn wir etwas besser als die zuständigen Männer machen. Beliebt ist die Floskel vom “einzigen Mann im Kabinett” - dieses fragwürdige Kompliment mußte sich zuletzt Condoleezza Rice gefallen lassen, vor ihr schon Thatcher, Indira Gandhi, Golda Meir und viele andere. Und der Spiegel serviert uns dieses “Kompliment” noch heute, nachdem Männer Wirtschaft und Finanzen gerade weltweit komplett in den Sand gesetzt haben!

Dem ist nichts hinzufügen, außer dass sich Luise Pusch nun auch in meiner Blogroll findet.

Stoppt das Blutbad in Gaza!

Posted by andrea
8. Januar 2009 - 0:56

Seit Tagen bin ich eine betroffene und doch ferne Beobachterin des Krieges von Israels gegen Palästina. Fallweise verfolge ich den Twitter-Search dazu, aber es ist oftmals kaum auszuhalten - genausowenig wie die Bilder der Opfer. Es ist traurig, wie wenig wir da wirklich dagegen tun können - und doch gilt es Zeichen zu setzen. So habe ich den knappen Offenen Brief an Bundeskanzler und Außenminister unterzeichnet; darin geht es darum, einzufordern, dass sich das neutrale Österreich aktiv für einen sofortigen Waffenstillstand einsetzt. Am Donnerstag findet, organisiert von Friedens- und MigrantInnenorganisationen (darunter die Werkstatt Frieden und Solidarität und Pax Christi), erstmals eine Mahnwache in Linz statt, im gemeinsamen Text heisst es:

Stoppt das Blutbad in Gaza!
Für Frieden und Gerechtigkeit im Nahen und Mittleren Osten!

Bereits über 500 Menschen sind dem Krieg in Gaza zum Opfer gefallen, Tausende wurden verwundet. Die Leidtragenden auf beiden Seiten sind in erster Linie die Zivilbevölkerungen. Die humanitäre Situation in Gaza ist katastrophal. Es gibt keine militärische Lösung für diesen Konflikt. Der Teufelskreis der Gewalt muss durchbrochen werden!

Wir fordern daher:
Von beiden Seiten den sofortiger Waffenstillstand!
Rückzug der israelischen Armee aus Gaza und Westjordanland!
Einhaltung aller einschlägigen UNO-Resolutionen bezüglich Israel/Palästina!
Sofortige Aufhebung der Blockade des Gaza!
Sofortige humanitäre Versorgung der notleidenden Bevölkerung!
Stopp aller Waffenlieferungen in den Nahen und Mittleren Osten!
Wir fordern die österreichische Bundesregierung auf, sich für einen sofortigen Waffenstillstand einzusetzen und eine aktive friedenspolitische Rolle in der EU und im UNO-Sicherheitsrat einzunehmen, um so ernsthaft eine politische Lösung des Konflikts zu erreichen.
Plattform für Frieden und Gerechtigkeit im Nahen und Mittleren Osten

Diese Mahnwachen starten am Donnerstag, 8. Jänner 2008 von 17 bis 18 Uhr am Taubenmarkt in Linz und finden dann jeden weiteren Donnertag jeden Freitag von 16 bis 17 Uhr bis zum Ende der Kriegshandlungen statt.


Foto: Ralph Aichinger

Eine Linz09 Soup-Gruppe

Posted by andrea
4. Januar 2009 - 16:18

Nachdem ich bald den Überblick über die vielen Linz 09 Kulturhauptstadt Europas Informationen verliere, habe ich heute eine Soup-Gruppe erstellt, die unterschiedliche RSS-Feeds und andere Web 2.0 Anwendungen zum Thema zusammensammelt - und offen ist für weitere Beiträge.

Soup ist meiner Meinung nach ein wirklich tolles Tool, ich habe ja schon länger eine "private" Soup. Dort fügen sich meine verschiedenen Aktivitäten zusammen, aber ich kann auch Beiträge anderer posten und schauen, was meine "Freunde" so treiben. So entsteht etwas, was ich gerne ein individualisiertes boing-boing nenne: ein Directory of wonderful things.

Ob das für linz09.soup.io auch zutrifft, sei dahingestellt. Ich bin mal gespannt, ob das für mich und andere eine brauchbare Form ist mit dem vielen Informationen umzugehen.

200. Geburtstag des Erfinders der Blindenschrift Louis Braille

Posted by andrea
3. Januar 2009 - 19:56

Louis Braille (1809 - 1852), der Schöpfer der gleichnamigen Blindenschrift "Brailleschrift", feiert am 4. Jänner seinen 200. Geburtstag. Er war selbst blind und hat, weil er Literatur nicht nur durchs Vorlesen erleben wollte, schon früh über eine Schrift für Blinde nachgedacht. Die Verbreitung dauerte allerdings von Frankreich ausgehend eine lange Zeit. Der Österreichische Blindenverband schreibt:

Braille hat damit den Grundstein dafür gelegt, dass blinde und stark sehbehinderte Menschen nicht mehr Analphabeten sind, sondern vollen Zugang zur Bildung haben und damit ein selbständiges Leben führen können.

Für die Ausgabe von Brailleschrift durch den Computer werden Braillezeilen verwendet. An der Linzer Uni gibt es übrigens ein Institut "Integriert Studieren", das neben Unterstützung für Studierende mit Behinderungen auch einen Universitätslehrgang zum barrierefreien Webdesign anbietet. In den 1990ern, beim Basteln der ersten Websiten, hatte ich da immer wieder Kontakt, weil durch die Aufbereitung fürs Web auch die Inhalte der Studierendenzeitschrift, wo ich mitgearbeitet habe, erstmals für blinde Menschen zugänglich wurden. Seitdem ist es mir wichtig geworden, immer wieder auch nachzufragen, ob Webseiten barrierefrei sind.