Theologie gegen Heteronormativität - Predigt zu Genesis 1

Posted by andrea
7. Dezember 2008 - 23:57


Foto: gretchl2000

In einem Blogkommentar bei Jokerine zum Beitrag Warum Heteronormativität fürn Arsch ist hat Missingno das alte Adam und Eva Stereotyp aus der Schublade gezogen: "Als Mann und Frau erschuf er sie", allerdings argumentiert mit der aus Griechenland stammenden Geschichte vom Kugelmenschen (Platon/Aristophanes). Da mich diese Argumentation, dass Gott den Menschen als "Frau" und "Mann" geschaffen hat, und das halt so ist, schon lange nervt, möchte ich einen schon älteren Predigttext von mir zum Thema veröffentlichen. Der Text ist natürlich - formatgemäss - weniger theoretisch formuliert als das für Butler-LeserInnen vielleicht nötig erscheint ;-)

Predigt zu Genesis 1

„Als Mann und Frau erschuf er sie“.
Was ist eigentlich eine Frau? Was ist eigentlich ein Mann?
Sofort wenn wir diese Frage hören, entstehen Bilder in unserem Kopf. Wenn jemand zur Tür hereinkommt, nehmen wir sie oder ihn sofort als geschlechtliches Wesen war. Wenn wir länger darüber nachdenken, stellen wir fest, dass die Frage, was ein Mann, was eine Frau ist, eigentlich gar nicht so einfach zu beantworten ist.

Ich habe vor ein paar Wochen den Film ‚Tintenfischalarm’ mit Elisabeth Scharang und Alex Jürgen gesehen. In diesem Film geht es um die Geschichte von Alex. Alex ist intersexuell. Das heisst also, er bzw. sie ist ohne eindeutig zuordenbare Geschlechtsmerkmale zur Welt gekommen. Bei einer von 2.000 Geburten lässt sich das Geschlecht des Neugeborenen nicht exakt bestimmen. Der Film ist wichtig, weil er für das Thema Intersexualität Aufmerksamkeit schafft. Der Film ist ein Plädoyer dafür, Menschen so sein zu lassen, wie es die Natur eben wollte.

Ich denke, wir können von intersexuellen Menschen für unser Leben viel lernen. Wir werden radikal vor die Frage gestellt, was eigentlich weiblich oder männlich ist. Wir wissen heute dank feministischer Forschung, dass Geschlechterrollen gesellschaftliche Konstrukte sind, dass jede biologische Begründung für unterschiedliche gesellschaftliche Rollen von Männer und Frauen falsch ist und nur zur Stabilisierung bestehender Herrschaftsverhältnisse beiträgt.
Und wir können nun auch wissen, dass selbst das biologische Geschlecht nicht immer so eindeutig ist, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Intersexualität ist ein wichtiger Hinweis darauf.

Der biblische Schöpfungsbericht sagt uns auf den ersten Blick sehr eindeutig: „Als Mann und Frau erschuf er sie“. Wir wissen heute aber auch, dass dieser Schöpfungsbericht nicht als naturwissenschaftliche Dokumentation der Entstehung der Welt zu lesen ist. Vielmehr geht es in diesem Schöpfungsbericht um eine Sinnaussage über die Welt: „Gott sah, dass es gut war“. Die Aufzählung der Erschaffung der Natur ist nicht vollständig, sondern exemplarisch. Innerhalb des antiken Weltbilds ist der Schöpfungsbericht auch als Aussage über die Vielfalt der Welt lesbar – und, damit verbunden, über die Verantwortung der Menschen, die als Gottes Abbild geschaffen sind.

Warum sollen wir dann „Als Mann und Frau erschuf er sie“ als naturwissenschaftlich eindeutige Aussage verstehen? Ich meine, es führt zu interessanteren Ergebnissen, auch diese Aussage als Sinnaussage und innerhalb der Vielfalt der Schöpfung zu begreifen.
Im biblischen Schöpfungsbericht steckt aber ganz klar ein Auftrag. Es ist schon angeklungen. Wenn Gott die Erde segnet und sagt: „Seid fruchtbar und vermehret euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch“ dann ist damit die Einzigartigkeit des Menschen innerhalb der Schöpfung angesprochen, aber auch die Verantwortung der Menschen. Es ist unsere Aufgabe, diese Welt im Sinne der Vielfalt zu gestalten. Dabei geht es sowohl um die Bewahrung der Schöpfung, verstanden als ökologische Verantwortung, aber auch um die Verantwortung für die Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Durch das Alte Testament zieht sich eine Botschaft, die Gerechtigkeit. Es geht um die Schaffung einer gerechten Welt: das ist der Auftrag Gottes an uns Menschen. Dann können wir von Gott als Schöpfer oder Schöpferin und uns als Mit-SchöpferInnen dieser Welt sprechen.

Anstatt zu fragen, was ist ein Mann, was ist eine Frau, gilt es nach gesellschaftlichen Strukturen zu fragen, die ein Leben in Gerechtigkeit für alle, für Frauen, Männer, für intersexuelle Menschen, für transsexuelle Menschen, für heterosexuell, für homosexuell Lebende ermöglichen. Das ist eine Aufgabe, die wir nicht an andere, z.B. an die Politik, delegieren können, sondern die uns jeden Tag und in jedem Lebenszusammenhang neu herausfordert.

Wie gestalten wir unsere Beziehungen?
Warum werden die neuen Männer bewundert, die am Sonntag den Kinderwagen schieben? Wo bleibt die Bewunderung für die Frauen, die sich die ganze Woche über um Kinder kümmern? Wer ist da, wenn das Kind krank ist? Wie viele Männer gehen in Karenz? Welche gesellschaftlichen Strukturen wären vonnöten, dass Männer mehr Verantwortung für ihre Kinder übernehmen?

Warum verdienen Frauen im Schnitt noch immer 40% weniger als Männer?
Warum akzeptieren wir in der katholischen Kirche den strukturellen Ausschluss von Frauen aus Führungspositionen? Genau das ist die Verweigerung von Weiheämtern für Frauen.

„Als Mann und Frau erschuf er sie“ und dass wir Menschen Gottes Abbild sein dürfen, dies möchte ich als Auftrag zur Schaffung von gesellschaftlichen Strukturen verstehen, die ein Leben in Gleichheit, Gerechtigkeit und in Verschiedenheit ermöglichen. Anfangen müssen wir dabei damit, dass wir bei gesellschaftlichen Rollenzuschreibungen nicht mehr mitmachen – es sind oft die Bilder in unserem Kopf, die ungerechte Zustände manifestieren, denn sie gehen unserem Handeln voraus. Was traue ich der Person zu, die bei der Tür reinkommt, wenn ich sie sofort in die Schublade „Frau“ schiebe? Wie kann ich Solidarität gestalten, wenn ich Betroffene immer nur als „Opfer“ wahrnehme und nicht als handelnde Subjekte? Genau darum geht es meiner Meinung nach auch beim Thema Intersexualität, ich kann Menschen, die ohne eindeutige Geschlechtsmerkmale zur Welt gekommen sind, bemitleiden – oder ist kann mich fragen, was ich von diesen Menschen lernen kann.

Nur das Verändern persönlicher Denkmuster allein ist zu wenig.
Und wir müssen uns gemeinsam stark machen für eine Gesellschaft, die Schluss macht mit Ausbeutung, Unterdrückung, Rassismus und Armut. Nur das ermöglicht Vielfalt und ein Leben in Gerechtigkeit für alle.

Wenn Gott sagt, „Es war sehr gut“, dann können wir das als Zusage verstehen, dass die Vision von Gerechtigkeit und Vielfalt auch Wirklichkeit werden kann. Genau das meint auch die Rede von Auferstehung, die wir heute feiern.

[Anmerkung: Genesis 1 ist der Lesungstext für die Osternacht, darum ist hier von Auferstehung die Rede]

Kommentare

Missingno. (nicht überprüft) - 8. Dezember 2008 - 1:08

Warum werden die neuen Männer bewundert, die am Sonntag den Kinderwagen schieben?
Werden sie das? Und von wem?
Wo bleibt die Bewunderung für die Frauen, die sich die ganze Woche über um Kinder kümmern?
Die ist vermutlich genau da, wo die Bewunderung für die Männer (und Frauen) ist, die die ganze Woche arbeiten gehen.
Welche gesellschaftlichen Strukturen wären vonnöten, dass Männer mehr Verantwortung für ihre Kinder übernehmen?
Was genau schwebt dir da vor? Wo ziehen sich die Männer aus der Verantwortung? Und muss man immer alles pauschalisieren? ;)
Warum verdienen Frauen im Schnitt noch immer 40% weniger als Männer?
Böse Zungen behaupten, weil man in Deutschland nach Leistung bezahlt wird. Just kidding. Wo hast du das mit den 40% denn her?
Warum akzeptieren wir in der katholischen Kirche den strukturellen Ausschluss von Frauen aus Führungspositionen?
Warum akzeptieren wir, dass für Männer der Wehrdienst verpflichtent ist, während Frauen dafür gekämpft haben, die Wahl zu haben? (Die katholische Kirche würde und kann ich persönlich übrigens nicht ernst nehmen.)

andrea - 8. Dezember 2008 - 14:15

Danke für Deinen Kommentar. Ich hätte ja eigentlich mehr Lust dekonstruktivistisch zu diskutieren, aber gut, ich kann auch gleichstellungs-feministisch, wenns sein muss ;-)

Ja, empirische Daten, Statistiken neigen zum Pauschalieren. Immer wird sich eine Person/Situation finden lassen, wo es anders ist als die Statistik sagt. Trotzdem mag ich diese Hard-Facts, weil sie etwas aufzeigen.
Warum gehts in Schweden und Norwegen? Warum ist es da möglich, dass Frauen ganz andere gesellschaftliche Positionen einnehmen als in Österreich oder Deutschland? Da sind wirksame gesetzliche Maßnahmen gesetzt worden - und die wirken!
Bei der Argumentation, dass nach Leistung bezahlt wird, verweise ich nur auf die Managergehälter. Was haben 100.000 Euro im Monat mit Leistung zu tun? Wie Einkommen, Vermögen und damit Macht in unserer Gesellschaft verteilt ist, hat wenig mit Leistung zu tun. Das gilt genauso für die "typischen Frauenberufe", die mies bezahlt sind, aber sich gerade oftmals in Branchen bewegen, die gesellschaftlich enorm wichtig sind, ich nenne nur mal den Bereich der Pflege.
Die Berechnung, wieviel weniger Frauen als Männer verdienen ist etwas kompliziert, weil es da mitzuberücksichtigen gilt, dass es Teilzeitjobs und prekäre Beschäftigung gibt und andererseits (arbeitsloses) Einkommen aus Vermögen (das oft nicht steuerpflichtig ist und darum nicht erfasst in manchen Statistiken). Insofern werden da immer wieder unterschiedliche Zahlen genannt und beim Googeln wirst du diese auch finden.

Aber mein Thema waren ja eigentich die Denkmuster, die dahinter stecken. Judith Butler hat einfach recht, wenn sie sagt, dass beim ersten Blick auf ein Neugeborenes "Oh, its a boy" oder "Oh, its a girl" schon etwas konstruiert wird, was es gar nicht gibt, was nur in der Relationalität von "weiblich" und "männlich" besteht, aber nicht essentiell. Dass das aufzubrechen ist wird für mich gerade an der Debatte um Männer, die sich auch um ihre Kinder kümmern, wie es Frauen schon immer getan haben, deutlich. Wir alle neigen dazu (ich will mich gar nicht ausnehmen), essentialistisch zu denken und es braucht einen langen Lernprozess gespickt mit viel Theorie und Aktivismus da anders zu (sprech-)handeln. Notwendig ist es allemal!

Missingno. (nicht überprüft) - 8. Dezember 2008 - 17:43

Dass man das "nach Leistung bezahlt" nicht ernst nehmen sollte, habe ich ja auch durchscheinen lassen. Und du gibst in deinem Kommentar jetzt auch eine Erklärung für die (für mich unrealistisch hohe) Diskrepanz von 40%:
a) übertriebene Managergehälter, von denen es in der "männlichen Bevölkerungshälfte" deutlich mehr gibt
b) "schlecht" bezahlte "Frauenberufe"
Jetzt kann man natürlich ganz einfach hergehen und aus dem Zusammenhang, dass eine Krankenschwester nur einen Bruchteil eines Managers verdient ganz leicht statistisch ableiten, dass Frauen ja sooooo viel weniger verdienen. Verstehe mich nicht falsch, ich bin absolut dafür, dass jeder Mensch für die selbe Arbeit das selbe verdient (oder zumindest annähernd gleich viel). Aber ob eine gesetzliche Frauenquote da das Allheilmittel ist? Ich persönlich finde das ja durchaus diskriminierend. Denn warum soll bei absolut identischer Voraussetzung die Frau den Vorzug bei einem Job bekommen? Fairerweise müsste man so etwas auslosen (einfach gesprochen).
Und noch etwas; da Männer biologisch einfach nicht in der Lage sind ein Kind zu bekommen, definieren sich doch viele als der "Versorger" der Familie. Da ist es doch durchaus (bio)logisch, dass der Mann die schwere Arbeit tut und sich die Frau um die Familie kümmert. Ja, altes Rollenbild, heutzutage kann jede Frau (auch) Karriere machen, wenn sie will. Aber die Männer können keine Kinder bekommen, selbst wenn sie wollten.

andrea - 8. Dezember 2008 - 18:48

Es freut mich, das wir uns einig sind, dass das Leistung nicht wirklich bezahlt wird. Die Pointe ist aber für mich nicht, dass für die gleiche Arbeit das gleiche bezahlt werden sollte (auch wenn hierbei anzumerken ist, dass trotz Gleichbehandlungsgesetze es auch das noch immer gibt), sondern wie gesellschaftliche Tätigkeiten bewertet werden.

Ich bin durchaus eine Freundin der Quote, denn ohne gehts nicht, wenn wir nicht 500 Jahre auf eine tatsächliche Gleichstellung warten wollen. Quote würde ich dann nicht nur als Förderung von Frauen in "typischen Männerpositionen" verstehen, sondern auch als Förderung von Männer in "typischen Frauenpositionen" - mehr Männer als Krankenpfleger, Volkschullehrer, Sekretäre, Friseure, .... Letztlich eine Auflösung dieser Typisch-Zuordnung.

Das Biologie-Argument, dass ja Frauen die Kinder kriegen, finde ich wirklich unsinnig. Männer gehen ja auch mehr in den Krankenstand - wäre ja auch ein Argument, warum es weniger Männer in Führungspositonen und in gut bezahlten Jobs braucht ;-)

Missingno. (nicht überprüft) - 8. Dezember 2008 - 19:45

Wie gesagt, die Quote ist nur eine weitere Art der Diskriminierung.
Was nützt es, wenn es eine Quote gibt, die (aus welchen Gründen auch immer) nie erreicht werden kann? Wenn man mal in einen x-beliebigen Informatik-Studiengang schaut, dann kommen vielleicht 5 Frauen auf 100 Studenten. Was nützt nun eine Quote, die besagt, dass 20% aller Informatiker weiblich sein müssen? Mal abgesehen davon, dass viele männliche Kollegen deswegen keinen Job bekommen. Im Bereich Sozialpädagogik sieht es genau andersherum aus. Sollen jetzt Kindergärten und Schulen keine Frauen mehr einstellen, nur um irgendeine Quote zu erfüllen? Nein, denn Mann/Frau hat sich ja schließlich so entschlossen. Dass es keine 40% Informatikerinnen gibt, liegt ja daran, dass viele (die meisten) Frauen eben kein so großes Interesse daran haben.

Das "Biologie-Argument" hast du wohl falsch verstanden. Eine Frau kann sich doch entscheiden, ob sie Kinder / eine Familie haben möchte oder Karrier machen oder beides. Aber welcher Mann kann sich schon entscheiden "Hausmann" zu werden? Nur einer, der eine Karriere-Frau heiraten will, die keine Kinder haben möchte? Und wofür ist er dann "gut"? Um das Bett warm zu halten? Um Kinder kann er sich auch nicht kümmern, die gibt es nicht. Klar, er kann natürlich dann genausogut selbst "Karriere" machen, aber dann ist er ja wieder kein "Hausmann"!?

andrea - 8. Dezember 2008 - 20:23

Eigentlich wurde diese Diskussion in den 1970ern schon geführt ....

Bei den von dir beschriebenen Beispiel der Studienwahl geht es ja sowieso nicht um eine Quote im klassischen Sinn, hier muss vielmehr mit Fördermassnahmen z.B. im schulischen Kontext jungen Menschen vermittelt werden, dass es durchaus auch spannend sein kann, "untypische" Berufe zur ergreifen und die entsprechenden Ausbildungen zu machen. Gibts ja auch, z.B. FIT.
Bei der Quote geht es primär mal um Jobvergaben und Gremienbesetzungen, aber auch um Steuerung wohin wieviel (öffentliches) Geld kommt (Stichwort Gender Budgeting).

Ich glaube nicht, dass ich Dich mit dem Biologie-Argument so falsch verstanden habe. Ich bin nunmal der Meinung, dass sich Männer genauso gut um ihren Nachwuchs kümmern können wie Frauen und dass wir im übrigen Rahmenbedingungen brauchen, die Karriere und Kinder für Eltern nicht verunmöglichen. Da kenne ich durchaus Männer, die in Karenz gehen etc. Das alles wäre durchaus denkbar, wenn in der Wirtschaft nicht der Profit, sondern das Wohl aller im Mittelpunkt stehen würde. Insofern möchte ich dein ausschließendes Denken einfach bestreiten. Und was ist so schlecht an einer Karrierefrau und an einem Hausmann?

Missingno. (nicht überprüft) - 8. Dezember 2008 - 21:07

@Quote
Und woher sollen die 40% Frauen für die Jobvergabe kommen, wenn gerade mal 5% ein entsprechendes Studium absolvieren?
Ich habe ja kein Problem damit, dass Frauen ein Job in der IT-Branche und verbundenes Studium schmackhaft gemacht werden soll. Aber am Ende soll(t)en die gleichen Einstellungsbedingungen für alle gelten.

@Kinder
Naja, gerade in der ersten Zeit sind Männer da vielleicht etwas benachteiligt (stillen), wenn es um den Nachwuchs geht. In der Zeit vor der Geburt können sie auch nicht so viel helfen. ;) Ansonsten spräche ja nichts dagegen, dass eine Frau wieder arbeiten geht und sich der Mann um das Kind kümmert. (Wobei das meist eine wirtschaftliche Entscheidung ist: es geht der arbeiten, der mehr Geld nach Hause bringt.) Das Problem ist nur, dass die besagte Frau ihre Karriere zumindest für die Zeit um die Schwangerschaft / Geburt "unterbrechen" müsste.
Wozu braucht eine (kinderlose) Karrierefrau einen Hausmann?

andrea - 8. Dezember 2008 - 22:29

Ich denke, dass manches natürlich eine Frage der längerfristigen Entwicklung ist. Aber meine Erfahrung ist, dass das Argument, es gäbe keine qualifizierten Frauen für Job XY meist vorgeschoben ist. Manchmal braucht es etwas mehr Mühe sie zu finden, aber fast immer gibt es sie. Ausnahmen mögen in Spezialnischen der Fall sein, aber en Gros würde ich sagen, dass dieses Argument nicht hält. Außerdem gilt es zu fragen, was Qualifikation eigenlich ist - das ist doch ein Containerbegriff, wo jede/r was anderes drunter versteht und letztlich ist es natürlich auch eine Machtfrage, wer darüber entscheidet, was für eine konkrete Position an Qualifikation notwendig ist. Interessant finde ich nur, dass mir selten inkompetente Frauen in Führungspositionen begegnen, aber sehr oft Männer.

ad Kinder: Das Problem ist doch, dass die Erwerbsarbeitspause bei Frauen ganz oft zur Dequalifizierung führt bzw. sie erst gar keinen entsprechenden Job bekommen, "weil sie ja schwanger werden könnten". Nur wenn sich die Verantwortung für Kindern anders verteilt, wird sich da etwas ändern. Es gibt ja auch Berichte, dass Männer massiv unter Druck gesetzt wurden, wenn sie in Karenz gehen wollten. Generell meine ich, dass es eine ganz andere Organisation der gesellschaftlichen Arbeit brauchen würde - und auch eine kinderfreundlichere Welt!

Missingno. (nicht überprüft) - 9. Dezember 2008 - 0:06

Das Problem ist doch, dass die Erwerbsarbeitspause bei Frauen ganz oft zur Dequalifizierung führt bzw. sie erst gar keinen entsprechenden Job bekommen, "weil sie ja schwanger werden könnten".

Was aber biologisch und weniger gesellschaftlich begründet ist.

Mehr sage ich hier jetzt nicht mehr.

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