Bildung

#unibrennt #unsereuni - Übers schlechte Gewissen

Posted by andrea
3. November 2009 - 23:51

Ich habe ein bisserl ein schlechtes Gewissen, weil ich hier nicht täglich über #unibrennt blogge, obwohl es doch soviel Interessantes zu bloggen gäbe. Aber der Tag hat nur 24 Stunden und Schlafen will frau auch. Eigentlich ists ja auch nicht recht, wenn ich mich schlecht fühle, denn ich habe eh was getan, gar nicht so wenig:

So, doch zu #unibrennt gebloggt, mal schauen wie es weitergeht! Spannende Zeiten!

Foto: von mir, Neubenennung der Kepler-Uni - den Schal habe ich von der RebellInnen-Tour, einem Linz09-Projekt

#unibrennt # unsereuni - Welche Universitäten für welche Krise?

Posted by andrea
31. Oktober 2009 - 16:22

Ich habe noch gar nicht über die Proteste der Studierenen #unibrennt # unsereuni gebloggt. Nicht, weil mich das nicht interessieren würde - im Gegenteil - sondern weil ich einfach nicht dazu gekommen bin. Wer mich auf Twitter verfolgt weiss, dass ich halt tue, was ich kann - denn Solidarität in aller Vielfältigkeit ist wohl das Gebot der Stunde.

Ich möchte nun einfach mal inhaltlich einsteigen, aber auch nicht mit einem selbstverfassten Beitrag, sondern einfach mit einem Hinweis auf den Vortrag, den Corinna Milborn am 29. Oktober im besetzten Wiener Audimax gehalten hat und den ich herzlichst weiterempfehlen möchte.

Und wer lieber liest statt sieht und hört:

So lernen türkische MitbürgerInnen Deutsch

Posted by andrea
29. Juli 2009 - 20:28

Gilt wohl auch für Österreich. via Ingolf E. auf Facebook

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen Kunst und Kultur

Posted by andrea
26. Juni 2009 - 19:47

Gerade eben fertiggestellt: Die Dokumentation des Seminars Argumentationstraining gegen Stammtischparolen Kunst und Kultur, welches Mitte Juni für die KUPFakademie stattgefunden hat. Vergnüglich wars und gleichzeitig inhaltlich sehr spannend. Mal schauen, ob sich ein Anschlussprojekt ergibt. Fein wärs - und in "Zeiten wie diesen" bitter notwendig noch dazu.

10% mehr arbeiten fürs gleiche Geld?

Posted by andrea
6. März 2009 - 20:01

Die österreichische Bildungsministerin Schmied fordert von den Lehrer_innen 10% mehr zu arbeiten - fürs gleiche Geld. Denn unser Staat muss jetzt sparen wegen der Wirtschaftskrise - und das nach SPÖVP nicht bei Bank- und BörsemanagerInnen, die die Krise verursacht haben, sondern bei den ganz normalen Menschen. Ich möchte darauf wetten, dass die aktuelle Debatte um die Lehrer_innen nur der Anfang ist.
An der Bildung zu sparen, heisst an der Zukunft zu sparen. Schlechtere Arbeitsbedingungen für die ohnehin schon belasteten Lehrer_innen gehen ganz sicher auf Kosten der Schüler_innen. Selbst habe ich im Rahmen meines Schulpraktikums einen kleinen Einblick in die Arbeit der Lehrer_innen bekommen - und war einerseits positiv von der Qualität des Unterrichts überrascht, andererseits aber auch schockiert, wie stressig so ein Vormittag ohne Pause und mit ständigem Lärmpegel ist. Bei Franz Kuehmayer findet sich eine gute Liste, was sich wirklich ändern müsste. Um ein authentisches Bild der Realität der Lehrer_innen zu schaffen, dokumentiere ich hier (mit ihrem Einverständnis) einen

Offenen Brief der Volkschullehrerin Eva Schlemmer

Sehr geehrte Frau Minister!

Ich bin Volksschullehrerin im 19. Dienstjahr und verdiene rund 1.700€ monatlich netto.
Selten hatte ich als klassenführende Lehrerin eine Wochenarbeitszeit, die das Ausmaß von 45 Stunden unterschritt. Meistens waren es noch sehr viel mehr Arbeitsstunden, vor allem, wenn ich die enormen Korrekturarbeiten der 4.Klasse zu erledigen hatte.
Wir VS-Lehrerinnen haben die höchste Lehrverpflichtung: 22 Stunden. (Warum das so ist, kann ich nicht nachvollziehen. Vermutlich, weil in unserem Berufsstand fast nur Frauen arbeiten und diese weniger vertreten und geringer bewertet werden.)

Mittwoch teilt die Woche

Posted by andrea
4. Februar 2009 - 15:10

Wenn die Woche mit Sonntag beginnt - was sie im christlichen Sinn auch tut, selbst wenn das mittlerweile fast vergessen ist in unserer geschäftigten Welt - dann haben wir heute die Wochenmitte und es wird Zeit, dass ich mich online wieder einmal melde. Ich bin die ganze Woche im Salzkammergut, im Bundesinstitut für Erwachsenenbildung und bin hier auf einem sehr spannenden TZI-Seminar, das eigentlich meine volle Aufmerksamkeit erfordert. Internet ist hier nicht so toll, es gibt kein WLAN und der Computerraum ist nicht gerade inspirierend für längere Aufenthalte. Trotzdem hat mich die Neugierde dorthin bezogen, was denn in der virtuellen Welt so los ist.

Und eine Kurzmeldung aus dem Internet-Off ;-)
Morgen Do. 5.2., 9-10 Uhr gibts es ein Online-Frühstück, wo die Linzer Kunstinitiative Social Impact ihre Arbeit vorstellt. Ich wäre gerne dabei, kann aber nicht alles gleichzeitig tun und werde wohl auf die Doku verwiesen sein. Organisiert wird das Online-Frühstück von PROJEKTkompetenz.eu, der KUPFakademie und kulturmanagement.wordpress.com.

We make Money not Art?* Keramik-Studium in Linz oder Gmunden?

Posted by andrea
1. Februar 2009 - 16:29

In Linz spielt sich derzeit ein Musterbeispiel der Auswirkungen der Kommerzialisierung der Universitäten ab. Die Studienrichtung Keramik der Kunstuniversität Linz soll vom Standort Linz nach Gmunden verlegt werden, weil die Gemeinde Gmunden dafür zahlt, um das eigene Prestige aufzuwerten ("Kompetenzzentrum Keramik"). Auf der Strecke bleiben die Studierenden, die das kulturelle Umfeld der derzeitigen Kulturhauptstadt Linz aufgeben sollen oder pendeln. Sehr kurzfristig haben die Studierenden überhaupt davon erfahren, dass sie ab Wintersemester 2009 im Gmunden weiterstudieren sollen. Dort fehlt eine wissenschaftliche Bibliothek, der Austausch mit anderen Studienrichtungen an der Kunstuniversität würde verunmöglicht. Besonders schwierig wäre das für Studierende mit Kindern und jene Mehrheit der Studierenden, die gezwungen ist, einem Nebenjob nachzugehen. Die Studierende prostieren, sie haben eine eigene Website Bevor(G)mundung eingerichtet, dieses Video bietet einen raschen Überblick über die Situation, auch die Position der Kunstuniversität Linz und des Bürgermeisters vom Gmunden.

Meine Solidarität gilt den Studierenden. Was ist das für ein Kunstbegriff, wenn künstlerische Keramik und Gmundner Keramik in einen Topf geworfen werden? Kunstuniversitäten quo vadis ... Bildung quo vadis ...

Präsentieren: wenn schon, denn schon - richtig

Posted by andrea
22. Januar 2009 - 23:59

Ich bin ja nun wirklich kein Fan von Powerpoint oder sonstiger Präsentationssoftware. Nicht nur, dass manche Präsentationen oft grässlich sind (besonders im universitären Kontext sehr verbreitet, aber das kennt ihr vermutlich ja alle :-), ich stelle immer wieder fest, dass Laptop, Beamer und Powerpoint oft nur dazu dienen, dass sich ein_e Seminarleiter_in vor den Teilnehmer_innen des Seminars "verstecken" kann. Als TZIlerin weiss ich, dass das eine schlechte Voraussetzung für lebendiges und produktives gemeinsames Lernen ist. Insofern ist mir in der Planung von Seminaren die Anfrage, ob es Flipchart und Pinwand gibt fast immer lieber als die Frage nach dem Beamer, ja meistens ist es sogar ein Qualitätskriterium für ein_e Seminarleiter_in. Wenn mal wirklich kurz auf eine Grafik gezeigt werden soll, dann ist das ebenso gut auf einem guten alten Overhead-Projektor möglich wie am Computer - der Vorteil ist nur, dass der Overhead dann wieder im Eck steht und nicht stört, im Unterschied zum Beamer, der oft in Räumen, wo ein solcher nicht fix installiert ist, dann den Mittelpunkt des Teilnehmer_innenkreises bildet, brummt und auch nicht einfach sofort ausgeschaltet werden darf.
Trotzdem: Es gibt sinnvolle Einsatzbereiche für Präsentationssoftware, sei es in der begleitenden Visualisierung von längeren Vorträgen vor größeren Gruppen (dann nennt sich das aber dann auch Vortrag und nicht Seminar oder Workshop) oder zur Einbindung von Filmen und ähnlichem. Via neingeist habe ich eine sehr feine Präsentation von Alexei Kapterev entdeckt, die zeigt wie es geht: Wenn schon, denn schon - richtig.

Update: Da die eingebundene Präsentation meine Seite unnötig langsam macht, habe ich sie wieder rausgenommen. Hier ist sie aber anzusehen.

NEEDful things für KulturarbeiterInnen und KünstlerInnen

Posted by andrea
10. Dezember 2008 - 15:32

NEEDful things

KUPFakademie, FIFTITU% - Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur OÖ und das Forum der AbsolventInnen der Kunstuniversität Linz starten 2009 mit dem Weiterbildungsprojekt NEEDful things ein vielfältiges Angebot für KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen. Ziel ist neben praktischen Informationen auch Raum für die Reflexion der eigenen Arbeitsrealität im Kulturbereich zu schaffen. Im Frühjahr gibt es 5 Informationsabende und 3 Seminare. Das Projekt wird im Herbst fortgesetzt.

Ich bin eine der Mitinitiatorinnen dieses Projekts und werde einen der Infoabende mit dem Titel "Prekäres Arbeiten - Ein Blick auf Ressourcen" gestalten und das Seminar "Geschlechterrollen im Kulturverein - Frauen und Männer in der Alltagspraxis initiativer Kulturarbeit" leiten. Ich freue mich schon auf viele interessierte TeilnehmerInnen und hoffe, dass dieses Projekt ein produktiver Beitrag gegen Prekarisierung im Kulturbereich ist. Das das nötig ist, zeigt ja u.a. die unlängst veröffentlichte Studie des BMUKK zur sozialen Lage der KünstlerInnen.

Spiel der Bildung

Posted by andrea
1. November 2008 - 19:09

Bei extra3, den MacherInnen der Bankenkrise, habe ich noch ein cooles Video entdeckt. Im "Spiel des Lebens" gehts um die Hürden im Bildungssystem. Das Ende ist erratbar: alle fliegen raus. Traurig, aber leider auch für Österreich wahr.